Roadtrip USA – Von SF nach LA – Highway Nr. 1

Gegen mittag ging es dann aus dem verregneten San Francisco raus, einen letzten Blick über diese tolle Stadt kann ich euch nicht vorenthalten.

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Auf dem Berg war eine tolle Lichtstimmung, es war regnerisch, nebelig, immer wieder von kurzen Auflockerungen unterbrochen, die Luft war angenehm mild und feucht, Radfahrer kampften sich mit hell blitzenden Stroboskoplampen an Front und Heck den Berg hinauf und rasten auf nassem Asphalt wieder hinab. Währenddessen saß ich im Auto, hörte den Regen auf den Stoff klopfen und hoffte darauf doch noch ein paar schöne Panoramabilder machen zu können. Aber so wirklich funktioniert hat das nicht, und so ging es dann auf den Highway 1 in Richtung des großen Wassers. Nach einigen Kurven und Meilen auf dem Highway 1 lag er mir dann wieder zu Füßen, der Pazifik. Ich finde diese Vorstellung, an der Küste zu stehen, und dann erstmal ein paar tausend Kilometer weit nichts vor sich zu haben, immer wieder äußerst ergreifend. Wir sind jeden Tag umgeben von Häusern, Menschen, Geräuschen, Krach, Lärm, nervigen Werbebannern, Verkehr, Bäumen, all den tausend Dingen die unsere Aufmerksamkeit einfordern und dann steht man da im Sand. Und schaut raus und sieht nichts am Horizont. Nur Wasser. Einen Viertel Erdumfang weit. Und da draußen ist nichts. Nichts was Aufmerksamkeit einfordert. Ok, den Hai unter einem mal ausgenommen. Aber sonst keine Zivilisation (Gut, Unterseekabel unter einem und Satelliten und Flugzeuge über einem) Aber sonst nichts. Also relativ gesehen. Und auch mit all den relativierenden Einschränkungen ist es einfach nur beeindruckend diese weitgereisten Wellen auf sich zurollen zu sehen. Da merkt man mal wieder wie klein, unbedeutend und zerbrechlich doch so ein Menschlein wirklich ist.

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Entlang der Küste ging es dann Richtung Süden und wie es sich für eine Reise in den Süden gehört, wurde das Wetter besser. Die Wolken lichteten sich, die Sonne kam raus und es wurde stelleweise dachwegwarm. Und das, wo ich vormittags noch in einer verregneten Großstadt war. Diese Gegensatzsache hatte ich wohl schonmal erwähnt, oder? Leider hatte ich meinen GPS Tracker nicht laufen und konnte so den Bildern leider keine Geotags verpassen. Aber vielleicht war das auch Absicht, nur um nochmal Gelegenheit zu haben, nochmal dieses geile Land zu bereisen. Diesmal dann in der anderen Richtung. Sehr gut an diesem Abschnitt haben mir die Bob Ross Bäume gefallen, ich hab bisher auf meinem Handy lieber Katzenvideos geschaut, als nachzuschlagen wie diese Bäume heißen, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Spontan festgelegtes Tagesziel wurde dann Montery mit dem berühmten 17 Mile Drive, seinen Golfplätzen und dem nicht weit entfernten Laguna Seca Raceway. weiteren Bilder entstanten also irgendwo zwischen Pacifica und Monterey, einige davon auch an der Half Moon Bay, leider konnte ich den Namensgeber nicht erblicken. Lag wohl an der Tageszeit.

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Faszinierend an der Gegend ist der allgegenwärtige Salznebel. Egal in welche Richtung man schaut, von der Küste her zieht immer etwas Nebel rüber und Pflanzen die dicht am Ufer stehen haben ständig kleine glitzernde Perlen an ihren Blättern. Die Strände sind weit und wild, aber es war auch nicht grade Badehochsaison als ich dort war. Man kann sich aber sehr gut vorstellen wie dort ein Sturm tobt oder die Robben sich mit teutonischen Seeelefanten um die besten Plätze an der Sonne balgen.

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Der Strandabschnitt befindet sich ungefähr hier: https://www.google.de/maps/place/19367+Cabrillo+Hwy,+San+Gregorio,+CA+94074,+USA/@37.2993835,-122.4058814,531m/data=!3m2!1e3!4b1!4m2!3m1!1s0x808f064bb5ce8439:0xa9b4e778684aac08 und etwas weiter die Straße runter fand ich dann noch etwas sehr sehr traurig. Eine anspülte Figur der Muppets, sieht etwas aus wie eine Mischung aus Kermit und dem dänischen Koch. Hoffentlich musste das arme Kerlchen nicht allzu sehr leiden.

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Abends kam ich dann in Monterey selbst an, einem schönen kleinen Städchen mit weihnachtlich blühenden Blumen, wunderbarer, frischer Luft. Davon beim nächsten mal dann mehr.

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