Roadtrip USA – San Francisco und Pazifik

 In Reisen und Bilder, USA

Nach einem schönen Erholungstag ging es dann endlich weiter in Richtung der Stadt, deren Namen auf Dauer zu lang zum dauernd aussprechen, respektive hinschreiben ist. Also flugs nach einem schönem Spitznamen gesucht und das hier gefunden: Dont call it Frisco. City by the Bay find ich davon am schönsten, immerhin war es auch mein erster Eindruck, als ich auf der 101 south zum ersten mal die Hochhäuser neben der Bucht entdeckte. Ein toller Anblick. Leider nicht zum festhalten, Standstreifen sind auch in den USA nur für Notfälle und nicht für fotolüsternde Touristen da. Außerdem war es ziemlich diesig und San Francisco doch noch ein gutes Stück entfernt, so dass das eh kein besonders dolles Bild abgegeben hätte. Ein ganzes Ende weiter, am Golden Gate Park, gab es dann die ersten Gelegenheiten für ein paar Bilder. Leider kamen auch noch etliche Wolken dazu, so dass außer ein paar Sträuchern und Bunkern leider nicht allzuviel zu sehen war. Immerhin hat das den Vorteil, dass ich nun auf jeden Fall einen Grund habe, nochmal dorthin zu reisen. Aber diesen Plan erwähnte ich ja bereits. Der Park an sich ist auch sehenswert und bei besserem Wetter kann man bestimmt auch deutlich mehr als nur den Park sehen.

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Die Rehe waren echt Klasse. Standen einfach so am Straßenrand und schauten sich die Autos an. Nur mitnehmen wollten sie sich nicht lassen. Eigentlich schade, wären bestimmt schöne Haustiere gewesen. Nachdem ich noch teste ob das Wasser Badetemperatur hat (Nein, hatte es nicht), ging es dann über die Golden Gate Bridge in die große Stadt. Da ich keine Maut mitgebucht hatte, musste ich vorher mein Kennzeichen auf einer Webseite registrieren, und die Maut im voraus mit Kreditkarte bezahlen. Ist aber auch kein Drama, und auf der Seite http://goldengate.org/tolls/german.php gut beschrieben.

Die Fahrt über die Brücke an sich war leider unspektakulärer als erwartet, und auch ziemlich schnell wieder vorbei. Aber es ist auf jeden Fall ein weiterer Grund, bei besserem Wetter nochmal hinzufliegen und bei Tageslicht dort entlang zu laufen. In San Francisco ging es dann immer geradeaus, direkt in die Lombardstreet hinein. Durch das schlechte Wetter hielt sich der Andrang in Grenzen, aber in der Hochsaison stehen da bestimmt deutlich mehr Autos an, um sich den Berg hinab zu schlängeln. Hierauf folgte noch der obligate Besuch in Haight-Ashbury, einem hochgejazztem Viertel mit einem Whole Foods, wie er auch im Prenzlberg stehen könnte. Das Publikum würde nicht anders aussehen. Immerhin gab es da einen schönen Apfel-Ingwer Saft, der leider nur extrem verdauungsfördernd war. Oder mein Magen war schon zu sehr Motelfrühstück und Drivethru Kost gewohnt, als dass er die geballte Organicpower hätte verkraften können. Aber ich bin nun mal ein einfacher Mann, sehe ich Ingwer, kaufe ich. Ansonsten ist die Ecke so naja. Viele bunte Läden voller Touristen T-Shirts, eine brutal überteuerte Eisdiele und auf der nassen Straße saßen Kiffer die es wohl toll fanden einen nassen Arsch zu bekommen.

Erstaunlich war sowieso, wie oft ich da eine dicke Dopewolke in der Nase hatte. Mindestens alle 2-3 Stunden, selbst auf High- und Freeways, roch es im Auto, als hätte ich soeben eine Plantage umgenietet. Aber wirklich zugeballerte sah ich nur in San Francisco in Haight-Ashbury. Nichtmal am Venice Beach, wo man sich neben dem Coffeeshop direkt vom Arzt ein Rezept ausstellen lassen kann, fielen sie so auf wie in San Francisco. Danach ging es dann so noch ein wenig durch die Stadt, wobei es aber durch den Regen, nicht so oft möglich war, Bilder zu machen.

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Alcatraz war schon ziemlich imponierend, vor allem weil es doch als sehr dicht an der Küste liegend erscheint. Fast so, als ob man einfach rüberschwimmen könnte. Versucht hab ich es dann doch sicherheitshalber nicht. Was mir auch imponiert hat, waren die Busse. Vor allem die überall angebrachten Fahrradhalter. Sowas will ich hier auch haben. Einfach das Rad vorne raufgeklemmt und eingestiegen. Sowieso hatten die Busse einen besonderen Charme. Sahen aus wie aus dem Vollen gefräst, waren aber dennoch mit moderner Technik bestückt. Und das war nicht nur bei den Bussen so. Bei vielen anderen Sachen auch hat man gemerkt, dass die USA ein Land der Gegensätze sind. Arm und Reich, Fortschritt und Rückschritt, modernste Technik neben Verfall. Auch San Francisco ist davon nicht verschont wie die vielen Holzhäuser mit teilweise fragwürdiger Verkabelung belegen.

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Weiter ging es dann zum Coit Tower, Downtown, Tenderloin, Twin Peaks.  In der Innenstadt war dann wieder der faszinierende Wechsel von Glitter zu Gosse zu bewundern, Tenderloin ist echt ranzig. Nachts möcht ich da nicht zu Fuß unterwegs sein, aber solange man sich tagsüber nicht wie ein Idiot verhält und etwas die Augen offen hält ist man auch dort safe. Man muss halt nur damit rechnen dass jemand mit der Straßenlaterne diskutiert, wichtig vor nem Schnapsladen steht, in einer Pfütze liegt, seine Notdurft verrichtet. Faszinierend, wie gesagt. Für mich als Freund von Menschenzoos ein sehr interessantes Habitat, dass ich mit von einer höher gelegenen Stelle nochmal mit einem guten Tele zu Gemüte führen sollte. Mitnehmen wohnen möchte ich dann aber doch nicht. Der Coit Tower war dann doch etwas angenehmer, eine tolle Aussicht, nur getrübt vom schiet Wetter. Auf den Twin Peaks hatte ich den Eindruck dass es langsam wieder etwas aufklarte, konnte aber auch nicht mehr allzu lange warten da schon der Highway 1 auf mich wartete und ich abends in Monterey sein wollte, ohne nachts wie ein Idiot durchzurasen. Fazit, San Francisco ist eine Reise wert und ich kann meine nächste nicht abwarten. Die nächste Etappenbeschreibung kommt aber noch vor der nächste Reise, versprochen.

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